Heute recht warm - 11°C, aber bewölkt, manchmal regnerisch, Windstärke 2-3°B. Touristen und Bewohner der Gemeinde Rewal haben keine Angst vor dem Herbst und gehen spazieren und sogar kitesurfen! Der Schutz der Natur zeigt, dass wir auf den Winter zusteuern, aber die gesunde Dosis an Jod in der Luft bleibt gleich und die leeren, breiten Strände werden nur noch bezaubernder. Heute auf den Fotos Pobierowo, die neugotische Kirche in Trzęsacz und der Strand in Rewal. Besonders hervorzuheben ist der Barockaltar des Tischlers des Künstlers, Joachim Sellin. Der Altar wurde 1673 angefertigt und hing bis 1874 in der gotischen Kirche in Trzęsacz (heutige Ruine). Seit 2003 schmückt er die renovierte neugotische Kirche. Unter den Fotos, für einen kühlen Herbstabend, ausgewählte Zitate aus dem 1951 erschienenen Reiseführer nach Pobierowo.

Aus dem Reiseführer „Pobierowo – Familienferienzentrum“ – Hrsg. 1951;
„Arbeiterurlaube, die es unter den Bedingungen des kapitalistischen Polens nicht gibt, sind eine der vielen Errungenschaften der Arbeiterklasse. Ein Arbeiter, der das ganze Jahr in seiner Werkstatt verbringt, hatte vor dem Krieg keine Möglichkeit, seinen Urlaub zur vollständigen Erholung zu nutzen. Dies erreichte er nur unter den Bedingungen der Volksrepublik Polen, für die der arbeitende Mensch den größten Wert hat.“
Die Volksrepublik Polen kümmert sich um alle Werktätigen, insbesondere aber um diejenigen, die am meisten zum Aufbau der Grundlagen des Sozialismus beitragen. Die Auszeichnung, die Arbeitnehmer am Arbeitsplatz in allen Aspekten unseres gesellschaftlichen Lebens erhalten, spiegelt sich auch darin wider, ihnen während ihres Urlaubs die bestmöglichen Ruhebedingungen zu bieten. Dies wird durch die Schaffung einer anderen Form von Feiertagen belegt – Familienferien, die für berufstätige Führungskräfte und ihre Familien gedacht sind. Der Leiter und seine Familie genießen die Familienferien kostenlos
„In Pobierowo, das für den Familienurlaub bestimmt ist, gibt es etwa 500 Familienhütten. Im Jahr 1951 bereitete der Arbeiterferienfonds 260 Hütten für Urlauber vor. Der Rest wird nach gründlichen Renovierungen in den folgenden Jahren in Betrieb genommen ein hoher Nadelwald, der bis zum Strand reicht. Die von den Häusern bedeckte Fläche beträgt ca. 7 km2. Jedes Haus ist auf einem separaten Grundstück gebaut, das durch ein Drahtgitter vom Nachbargrundstück getrennt ist, wodurch ein geschlossenes Ganzes entsteht, das nur für eine Familie gedacht ist. Das schöne, ästhetische Erscheinungsbild der Häuser erhöht den Charme der Stadt.
Den Urlaubern wird die Haushaltsführung im Ferienhaus erleichtert, indem für die Dauer der Saison zwei genossenschaftliche Lebensmittelgeschäfte in Pobierowo eröffnet werden, in denen man Artikel des täglichen Bedarfs kaufen kann. Der Urlauber kann alles kaufen, was er im Alltag braucht: Seife, Tassen, Schuhbürsten, Zahnbürsten, Briefpapier, Zigaretten, Streichhölzer usw. Außerdem gibt es: einen Genossenschaftsmolkereiladen, eine Metzgerei und einen Centrala-Fischladen. Während der Saison ist hier auch ein Café und eine Konditorei geöffnet. Ein Postamt und ein Zeitungskiosk halten Urlauber mit dem Rest des Landes in Kontakt. Vier Gastronomiebetriebe bereiten schmackhafte und gesunde Mahlzeiten zu, davon zwei für den Familienurlaub und zwei für den Individualurlaub. In den ersten beiden befinden sich die Gebäude „Przodownik“ (350 Plätze) und „Pokój“ (600 Plätze). Urlauber im Familienurlaub können ihre Mahlzeiten in ihre Ferienhäuser bringen.
Der Mitarbeiterurlaubsfonds sorgte dafür, dass alle, die ihren Urlaub in Pobierowo verbrachten, kulturelle Einrichtungen nutzen konnten. Im Jahr 1951 wurde an der ul. ein neues zentrales Gemeindezentrum eröffnet. Grunwaldzka. Das große Gebäude verfügt über mehrere Räume. Es gibt eine Bibliothek (Bücherverleih und Lesesaal) und einen Partyraum für 450 Personen. Dieser Raum verfügt über eine Theaterbühne, daneben eine Umkleidekabine und eine Filmkabine. Darüber hinaus beherbergt das Gebäude auch ein Tischspielzimmer, einen separaten Billardraum und Radiosender. Der Gemeinschaftsraum verfügt außerdem über einen großen Saal, eine Garderobe und ein Buffet im Warteraum.
Zu den Sportanlagen gehören vier Volleyballplätze und zwei Tennisplätze. Am Strand stehen 130 Strandkörbe zur Verfügung, die Urlauber gegen eine geringe Gebühr nutzen können.
In den nächsten Fotoberichten finden Sie Fragmente über andere Städte in der Gemeinde Rewal und wie Sie eine Empfehlung für einen Familienurlaub erhalten :)



















Archivierte Kommentare: aus dem Polnischen übersetzt. Namen und Zeitangaben entsprechen dem Original.
Kommentare 7
Tomek, du verwöhnst uns hier. Schön ;)
FWP war eine schöne Sache... Ich war einmal mit meiner Familie für 300 PLN / 2 Wochen in Zakopane, den Rest bezahlte die Firma... Heute kann man nur noch in Erinnerungen schwelgen und wer kein Heu hat, bleibt zu Hause :)
Hallo
Der Mediziner hat recht, für manche war es die einzige Chance auf eine Urlaubsreise. Leider ist es heute nur noch Geschichte, aber „diese“ Zeiten hatten etwas, an das man sich heute noch gerne erinnert.
Tomek, wenn ich mich recht erinnere, befand sich dieser Altar einige Zeit in der Kathedrale in Kamień Pomorski?
Ich werde um ein Rezept bitten, wie man eine Empfehlung für einen Urlaub in Pobierowo bekommt, wenn auch erst jetzt – denn der Herbst am Meer sieht auf den Fotos von Herrn Tomasz außergewöhnlich aus. Noch ist der große Sturm zu sehen!
Szymon.... und die Zeit des Sturms wird kommen:):
Und das Rezept???.... den Behindertenstatus erlangen und auch für wenig Geld Spaß haben :)
Grüße :)
Leider ist es heute schwierig, für wenig Geld zu reisen, die ehemaligen FWP- und Mitarbeiterzentren sind längst privatisiert, sodass nur noch die Möglichkeit besteht, Maciejs guten Rat zu befolgen oder mehr Geld zu verdienen. Und der Herbst ist auf den Fotos von Tomasz äußerst verlockend und attraktiv.
Hallo zusammen. Guide von der Weltmeisterschaft 1951!!!:), werde einfach Leader und hallo ans Meer. Und die gemahlenen Exemplare in einer Kantine für 600 Personen probieren ... oh, unbezahlbar.
Tolle Fotos, Tomek. Wie auch immer.:) Nur diese Figuren vom Altar könnten etwas Feinabstimmung vertragen:) Grüße.
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